Chronik
Die Chronik des St. Elisabethen-Krankenhauses
1873 wird der "Grundstein" für das St. Elisabethen-Krankenhaus in Bockenheim, in der Ederstraße, in der Nähe des Westbahnhofes gelegt.
Aus einer Zweizimmerwohnung heraus entwickelt sich im Laufe von Jahren eine Krankenstation. Die Schwestern leben in größter Armut. Ihren Lebensunterhalt "dürfen" sie mit "behördlicher Erlaubnis" erbetteln. Von diesem "Einkommen" ernähren sie sich und "bereiten für Arme, Kranke und Reconvaleszente Suppen und sorgen nach Anweisung für gerechte Verteilung". Ansonsten läuft der Krankenhausbetrieb gut an.
Im 2. Weltkrieg wird das Krankenhaus fast vollständig zerstört - "Ende 1944. - Wir sind völlig verarmt, alle Gebäude zerstört, keine Aufbaumöglichkeit. In Nauheim wohnen wir mit 80 Patienten zur Miete, im Ganzen etwa 120 Personen ohne Heim, ohne Bleibe. Wir pendeln zwischen Nauheim und Frankfurt hin und her und fühlen uns ganz geborgen in Gottes Vaterhand. Er sorgt. Er wird sorgen!"
Im Herbst 1945 beginnen die Schwestern mit dem Neuaufbau des Krankenhauses in der Ginnheimer Straße, dem heutigen Standort des St. Elisabethen-Krankenhauses und bereits 1949 konnten 200 Krankenhausbetten belegt werden.
Es gelingt dem Orden, in der schwierigen Wiederaufbauphase, das Krankenhaus ständig zu erweitern und den Erfordernissen anzupassen.
1998 wird mit einem Dankamt feierlich "125 JAHRE ST. ELISABETHEN-KRANKENHAUS BOCKENHEIM" begangen.
Die Katharina-Kasper-Kliniken sind Akademische Lehrkrankenhäuser der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.
Die Chronik des St. Marienkrankenhauses
Im Jahre 1868 stellte der damalige Stadtpfarrer den Armen Dienstmägden Jesu Christi im Mittelweg ein Grundstück zur Verfügung, um dort eine Ambulanz zu gründen. 24 Jahre später, am 29. Juni 1892, wurde den Schwestern vom Kirchenvorstand ein neues Haus in der Koselstraße übergeben ("zur Aufnahme älterer Damen"). Schon im September des gleichen Jahres wurde der Grundstein für die Augenklinik gelegt. Es folgten 1894 die Einrichtung einer allgemeinen Krankenstation und eines Operationszimmers. Als sehr fortschrittlich galten damals die zwei Unterrichtsstunden pro Woche zur Ausbildung der Schwestern. Am 1. Februar 1906 erteilte das bischöfliche Ordinariat die Erlaubnis zum Bau des St. Marienkrankenhauses am Nordendplatz. Nach knapp mehr als einem Jahr Bauzeit wurde am Vorabend des Festes der Heiligen Elisabeth, am 19. November 1907, das neue Haus feierlich eingeweiht. Es galt mit 255 Betten als die modernste Klinik im Raum Frankfurt. Sie umfaßte die Fachabteilungen für Chirurgie, Innere, Augenheilkunde und als erste Klinik in Frankfurt eine Gynäkologie.
Während des ersten Weltkrieges diente das Krankenhaus als Lazarett. 1917 kam die Röntgenabteilung dazu. Trotz der schwierigen Lage in den 20er Jahren unterhielten die Ordensschwestern für die Bedürftigen der Umgebung eine "Suppenküche". 1930 wurde die Krankenpflegeschule eröffnet.
Am 22. März 1944, während eines Luftangriffes auf Frankfurt, wurde der Südflügel des Krankenhauses zerstört. 27 Patienten und Angestellte kamen ums Leben. Nach kurzer Zeit konnte aber die ambulante Behandlung fortgeführt werden.
In den Jahren 1945 bis 1952 wurden die im Krieg entstandenen Schäden beseitigt. 1950 zählte das Haus 450 Betten. 1961 wurde der Haupteingang von der Brahmsstraße in die Richard-Wagner-Straße verlegt. Durch den Anbau des neuen OP-Traktes in den Jahren 1970 bis 1973 erhielt der Gebäudekomplex seine heutige Form. Um den Anforderungen der modernen Medizin auch in Zukunft gerecht werden zu können, wird die Klinik auch heute nach Bedarf aktuellen Anforderungen angepasst.
Ein wichtiges Ereignis ist die Fusion des St. Marienkrankenhauses mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus am 1. Januar 1995 zu den Katharina-Kasper-Kliniken. Dadurch entstand ein Schwerpunktkrankenhaus, in dem sich rund 1.100 MitarbeiterInnen um das Wohl der Patienten kümmern.
Die Katharina-Kasper gGmbH ist Akademische Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.






