Neuer "Redlight"-Laser (Revolix)
St. Elisabethen-Krankenhaus
Leistungsstarker Laser nun auch im St. Elisabethen-Krankenhaus!
Seit dem 1.09.2009 ist nun auch im St. Elisabethkrankenhaus die Prostatachirurgie mittels eines leistungsstarken Lasers möglich. Mit dem sogenannten Redlight-Laser (Thulium-Laser) der Firma Lisa-laser, Darmstadt, wurde die neueste und stärkste (120 Watt) Version erworben. Dieser Laser verbindet die vorteiligen Eigenschaften der bisher gängigen Laser-Typen Greenlight- und Holium-Laser in einem Gerät. Das alleinige Verdampfen des Prostatagewebes- wie es mit dem Greenlight-Laser erfolgt- stellt ein schonendes Verfahren dar und kann in noch stärkerem Ausmaß auch durch den Redlight-Laser erfolgen. Jedoch ist hierbei keine Gewebegewinnung möglich. Dies gelingt mit dem Holium-Laser ebenso wie mit dem Redlight-Laser, so daß eine mikroskopische Beurteilung erfolgen kann. Das erfreuliche an der Anwendung des Redlight-Laser ist die Möglichkeit der anatomiegerechten Vaporesektion (= Verdampfen und Ausschälen) der Prostata, so daß zu jederzeit intraoperativ eine gewünschte Korrektur der Schnittebene erfolgen kann. Hierdurch ist die sogenannte Lernkurve im Rahmen der Ausbildung von Operateuren deutlich flacher als beim Einsatz des Holium-Lasers, so daß hierbei nicht nur der Patient, sondern auch der in Ausbildung befindliche Arzt profitiert.
Wie hat man sich nun eine Laser-Operation vorzustellen?
Es wird wie bisher mit der althergebrachetn und sehr bewährten Elektroresektion (TUR-Prostata) mit der Schlinge eine Operation durch die Harnröhre durchgeführt. Hierbei wird schrittweise die Prostata mit der Lasersonde von innen -ohne Hautschnitt- ausgehöhlt. Es wird hierbei eine physiologische Kochsalzlösung eingesetzt, so dass nur ein sehr geringes Risiko für das Einspülen von Spüllösung in den Körperkreislauf besteht. Das so gewonnene Prostatagewebe wird nach der Operation vom Pathologen mikroskopisch untersucht, so daß in c.a. 5% der Fälle ein Prostatakarzinom als Zufallsbefund festgestellt wird, dies ist mit dem Greenlight-Laser nicht möglich.
Von den Kritikern dieser neuen Methode wird der zu geringer Gewebeabtrag- was zur Harnstrahlverbesserung notwendig ist- und die postoperative Drangsymptomatik angeführt. Beides konnte in aktuellen Studien widerlegt werden, darüberhinaus wurde gezeigt, daß die Transfusionsrate und Nachblutung im Vergleich zur konventionellen OP-Technik (TUR-Prostata) deutlich gesenkt werden konnte.
Somit haben wir eine weitere Operationstechnik zur Verfügung, die neben der bewährten Elektroresektion auch gerade bei älteren und stärker vorerkrankten Männern eine Alternative darstellt, zumal sie von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen wird und somit zuzahlungsfrei ist.






