Hessen bekommt sein erstes zertifiziertes Lungenzentrum
Das St. Eilsabethen-Krankenhaus meistert als erstes hessisches Krankenhaus die strenge Qualitätsprüfung für die Zertifizierung „Lungenkrebszentrum“
Die Einrichtung von sogenannten Organzentren wie Darm-, Brust- oder Lungenzentren geht auf den nationalen Krebsplan der Bundesregierung von 2008 zurück. In diesem wurde festgelegt, dass Patienten mit Krebs optimiert durch spezialisierte Krebszentren behandelt werden sollen.
Die Zertifizierung wurde nach strengen Richtlinien durch unabhängige Experten von dem Institut „OnkoZert“ durchgeführt, das mit der Zertifizierung von Organzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft betraut wurde. Damit gehört das Lungenkrebszentrum am St. Elisabethen-Krankenhaus zu den wenigen Zentren Deutschlands, die sich bislang dieser Qualitätsprüfung gestellt haben.
Prof. Dr. Joachim Bargon, Chefarzt der Inneren Medizin und Pneumologie sowie Sprecher des Lungenkrebszentrums und Prof. Dr. Peter Kleine, Leiter der Thoraxchirurgie, freuen sich außerordentlich, die strengen Richtlinien der Zertifizierung mit den vorhandenen Qualitätsstandards erfüllt zu haben:
„Wir sind sehr stolz darauf, die Zertifizierung geschafft zu haben und bedanken uns bei allen, die daran beteiligt waren. In unserem Haus sind nun alle Fachdisziplinen in einem Zentrum vereint. Damit gibt es nur noch kurze Wege, die einen raschen Austausch untereinander möglich machen“, so Prof. Dr. Bargon weiter. „Das ist der Vorteil eines kleineren Hauses und macht einen sehr persönlichen Bezug untereinander und zum Patienten möglich – und das merken die Patienten auch!“ Getreu der Devise der Trägerschaft der Maria Hilf gGmbH, das der Mensch als Ganzes im Vordergrund steht.
Für die Patienten bedeutet die Zertifizierung vor allem eine optimale und kompetente Rundumversorgung, da ihnen ein fachübergreifendes Team direkt vor Ort zur Seite steht.
In sogenannten Tumorkonferenzen tauschen sich alle an der Behandlung beteiligten Vertreter inklusive der niedergelassnen Ärzte der verschiednen Fachrichtungen untereinander aus und legen einen individuellen Behandlungsplan für jeden einzelnen Patienten fest.
Im Moment können jedoch nur 10 % aller Erkrankten in einem spezialisierten Lungenzentrum behandelt werden.
In Deutschland gibt es derzeit lediglich wenige Lungenzentren. In Hessen existierte bisher kein einziges zertifiziertes Lungenzentrum – dies haben wir jetzt durch unser Engagement und durch unsere fachmedizinischen Kapazitäten geändert.
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