Eröffnung der Kunstausstellung am 22.06.2010 durch Frau Anna-Lisa Nel im St. Elisabethen-Krankenhaus
Zur Ausstellung „vor der Kapelle“ St. Elisabethen-Krankenhaus am 22.06.2010 in der Zeit von 17:00 - 19:00 Uhr
Gezeigt werden Bilder, die allesamt Naturbeobachtungen wiedergeben. Es geht um Landschaft, die immer wichtiger wird, je mehr von ihr verloren geht.
Einerseits sehen wir skizzenhaft angelegte Arbeiten, die ein breites Farbspektrum zeigen. Es geht um die Formen und Farben der Natur. Kapseln, Stängel, Pilze tauchen auf und manchmal wird der Blick auch nach oben geführt, in die Wolken.
Einige Formen lösen sich beinahe auf oder werden zu eigenen Symbolen geformt, wie bei den Arbeiten "Hommage an Karl Blossfeldt", die in Auseinandersetzung mit selbigem großen Naturfotografen entstanden sind. Sich windende Stängel scheinen Urformen der organischen Welt zu sein. Die Aufnahme eines Fotografen in die Reihe der Vorbilder ist neu. Bisher ist eine Beschäftigung mit Malern, hier ist auch ein Blick auf Constable und Turner erkennbar, wichtig gewesen. Die Beschäftigung mit den Vorbildern erfolgt gleichfalls skizzenhaft. Der Vorgang: studieren und gleichzeitig verwenden der erblickten Formen, wie bei einer Eintragungen in ein Tagebuch, was in den kleinen Formaten eine adäquate Form findet.
Die in einem einzigen Vorgang entstandenen Aquarelle unterstreichen den Eindruck des Tagebuchs.
In den großen Arbeiten reihen sich dann verschiedene Formen aneinander und ergeben ein Ganzes, eine komplette Welt, aus verschiedenen (Tagebuch-) Seiten der Wirklichkeit zusammengesetzt. Ein den Bildern innewohnender, leichter Charakter bleibt auch in den größeren Arbeiten erhalten.
Hier ist dann die Technik ein ausschlaggebender Punkt. Alle Arbeiten auf Holz und auf Leinwand sind in Tempera gearbeitet. Pigmente werden eigens angerührt. Die Grundierung wird aus Leim und Kreide hergestellt. Da bei der Tempera nur wenige Schichten aufgetragen werden können, ist eine Entscheidung während im Entstehen der Arbeit früh gefragt, eine relativ schnelle Arbeitsweise nötig. Dies wiederum unterstreicht dann die zu spürende Leichtigkeit in den Bildern.
Beim Anblick einer im Wind schwebenden Feder fühlt man sich selbst schwebend und so ergeht es einem eventuell auch, wenn man Pinselstrichen folgt. Pinselstriche sind hier manchmal horizontal angelegt, die Erde beschreibend. Manchmal in den Himmel führend und manchmal mit den Blättern wachsend.
Viel Spaß beim Ausflug!
Bis dahin herzliche Grüße von Anna-Lisa Nel.
Die Katharina-Kasper gGmbH, St. Elisabethen-Krankenhaus freut sich sehr auf Ihren Besuch!









